Kontaktwunsch:


image

Seit 21.12.2012 gibt es nur noch Unisextarife!

Dienstag, 11. Juni 2013|0 Kommentare|Altersvorsorge, Startseite

Seit dem 21. Dezember 2012 gibt es für Frauen und Männer nur noch einheitlich kalkulierte Versicherungstarife sog. Unisextarife.

Der Grund hierfür ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Versicherungsverträge dürfen nur noch als Unisextarife kalkuliert werden und nicht mehr nach geschlechtsspezifischen Merkmalen gerechnet werden. Aufgrund der statistisch gesehen, längeren Lebenserwartung von Frauen ergaben sich teils gravierende Verschiebungen innerhalb der Preisstruktur von Versicherungstarifen.

Doch inzwischen ist Ruhe eingekehrt. Frauen und Männer zahlen in allen Versicherungssparten einheitliche Beiträge.
In Sachen Leistung hat sich dabei im Vergleich zu früher einiges getan. Merkliche Veränderungen gab es etwa bei der Pflegeversicherung. Frauen bekommen für vergleichbare
Beiträge nun deutlich mehr Leistung, während Männer deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Bei Risikolebensversicherungen ist es gerade umgekehrt. Aufgrund der
kürzeren Lebenserwartung zahlen Frauen im Vergleich zu früher weniger.
Bei Rentenversicherungen wiederum verdecken die einheitlichen Beiträge die, aufgrund der Lebenserwartung, unterschiedlich hohen Nettorenditen auf die eingezahlten Prämien.
Je nach Versicherer und Art des Tarifs profitieren Frauen sehr.

Ein besonderes Beispiel ist hier die betriebliche Altersversorgung (bAV). Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat jüngst die Folgen der Umstellung auf Unisextarife auf die
Rendite untersucht. Deren Berechnungen haben ergeben, dass durch die Umstellung auf Unisex die Renten von Männern durchschnittlich um 6,23 Prozent sinken, während sich
die der Frauen um 3,44 Prozent erhöhen.

So wurden beispielsweise monatliche Renten für Männer von 319,93 Euro und Frauen von 290,02 Euro im Zuge der Umstellung auf Unisextarife auf jeweils 300 Euro angepasst. Der Grund
hierfür ist recht einfach zu finden: Im Durchschnitt kalkulieren die Versicherer – nach Berechnungen des IVFP – gegenwärtig mit einer Mann-Frau-Verteilung von 33:67, auch bei der betrieblichen
Altersversorgung. Und das, obwohl der Anteil der Männer bei dieser Vorsorgeform überwiegt. Aktuell liegt die Verteilung bei 54:46 (Mann/Frau). Daher kann
eine bAV mit der aktuellen Kalkulationsgrundlage eine deutlich attraktivere Altersvorsorgeform für Männer sein.

Bildquellen

  • Unisex: Fotolia: 48161081 - Happy transvestite portrait © JanMika

Tags: , , , ,

Kommentar verfassen

*


 

newspaper templates - theme rewards