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Mit Sicherheit in die Altersarmut

Mittwoch, 6. November 2013|0 Kommentare|Finanzen/Geldanlage, Startseite

Die Deutschen sind ein Volk von Sparern. Die durchschnittliche Sparquote ist höher als in den meisten anderen Ländern der Welt. Dennoch sind die privaten Vermögen in vielen, auch ärmeren Ländern höher als bei uns. Warum ist das so?

 

Hohes Sicherheitsbedürfnis der Deutschen Anleger
 
Eine Ursache ist zweifellos im Sicherheitbedürfnis der Deutschen zu finden. Von je her haben Garantien in der Geldanlage eine überragende Bedeutung im Portfolio der Deutschen. Die dadurch eingefahrenen Opportunitätsverluste waren schon immer erheblich. So lange jedoch die realen Renditen noch immer deutlich positiv waren, ist das den Wenigsten bewusst geworden. Erst in den Zeiten finanzieller Repression wird der negative Effekt für alle Sparer deutlicher spürbar. Finanzielle Repression bedeutet, dass der Kaufkraftverlust höher ausfällt als die Rendite, die durch sichere Anlagen erzielbar ist.

 
Neue Situation für deutsche Anleger
 
Bei der Anlage in Sparbücher, Tages- und Festgeldern, Geldmarktfonds und auch Anleihen von Schuldnern guter Bonität verlieren Sie real Geld auch wenn es optisch, bzw. nominal mehr wird! Das sollte sich jeder vor Augen führen.
 
In anderen Ländern, wie beispielsweise den USA ist es völlig normal, dass sich der Staat durch eine offensive Geldmarktpolitik mit niedrigen Zinsen und die dadurch hohe Inflation entschuldet. Für den „Sicherheitssparer“ bedeutet dies negative Realrenditen im festverzinslichen Bereich. Für uns ist das eine völlig neue Situation! Während in den meisten Ländern die durchschnittlichen Aktienquoten von Privatanlegern viel höher sind als bei uns, schlummern in Deutschland viele Billionen Euro im vermeintlich sicheren festverzinslichen und Geldmarktbereich und verlieren täglich an realem Wert.

 
Amerikanische Rentner sind durchschnittlich besser dran, auch ohne gesetzliche Rentenversicherung
 
In Crashphasen der Kapitalmärkte, die es schon immer gab und die es auch zukünftig immer geben wird, wird regelmäßig darauf hingewiesen, dass viele amerikanische Rentner Geld verloren haben. Unser gesetzliches Rentensystem und unsere beliebten Altersvorsorgeprodukte (klassische Lebens- und Rentenversicherungen) böten ja eine viel höhere Sicherheit. Seltsam ist jedoch, dass trotz dieser unvermeidlichen Krisen an den Börsen, die Rentenvermögen der Amerikaner deutlich über unseren liegen. Ich will nicht die gesetzliche Rentenversicherung verteufeln. Man sollte sich jedoch angesichts der demografischen Probleme, die erst ab Mitte des nächsten Jahrzehnts wirklich durchschlagen, nicht der Illusion hingeben, mit der gesetzlichen Rente alleine gut leben zu können. Und gerade bei den klassischen Vorsorgeprodukten (egal in welcher Schicht) schlagen die niedrigen Zinsen voll durch.

 
Lieber gut schlafen oder gut essen?
 
Echte Realrenditen werden Sie nur mit einer nennenswerten Aktienquote dauerhaft erzielen können. Ein bekanntes Zitat von Kostalny lautet: Wer gut schlafen will, muss Renten kaufen! wer gut essen will, muss Aktien kaufen! Man muss einfach schlechte Börsenzeiten auch aushalten können, denn ein Aktieninvestment ist immer langfristig ausgelegt. Schauen Sie doch mal in das Video rein.
 

 
Meine Empfehlung lautet:
 
Überprüfen Sie Ihre Vermögenszusammensetzung und lassen Sie sich einmal ausrechnen, wo Sie mit Ihren jetzigen Anstrengungen landen werden. Wahrscheinlich werden überrascht sein, wie wenig tatsächlich am Ende heraus kommt! Daher auch die zweideutige Überschrift des Artikels: Mit Sicherheit in die Altersarmut!

Bildquellen

  • Mit Sicherheit in die Altersarmut: Fotolia: 31061708 - Seniorin mit Geld © jörn buchheim

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